Auf den Spuren der Maori

Einen Blog lesen und einen Blog schreiben, dies sind zwei unterschiedliche Dinge. Beim Lesen eines fremden Blogs denkt man sich so manches Mal, ob der Schreiber nicht besser auf die ein oder andere Phrase verzichtet hätte, sich und dem Leser das ein oder andere Geschwafel erspart hätte, oder zumindest das ein oder andere ‚ein oder andere‘ hätte weglassen können. Hiermit entschuldige ich mich für diese Kapitelüberschrift sowie das ein oder andere!

 

Matawai und die Old-Motu-Road

Wir kommen mit dem Bus am späten Nachmittag in Gisborne an, bekommen von der Stadt aber nicht viel mit. Im Supermarkt kaufen wir die nötigen Lebensmittel ein und fahren dann zum Campingplatz vor den Toren der Stadt. Es ist schon spät, nach Zeltaufbau und Abendessen steht nur noch Schlafen auf dem Programm. An den nächsten beiden Tagen soll es Richtung Nordwest gehen, endlich wieder raus aus der Zivilisation. Am ersten Tag allerdings fahren wir noch auf der Strasse, dem Highway No. 2.

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Dieser ist zum Glück wenig befahren, erst verläuft er flach, ab Mitte der Strecke geht es mit einer Ausnahme bis Matawai stetig berghoch. Matawai als Ortschaft zu bezeichnen, wäre etwas hochgegriffen. Ein paar Häuser, eine Tankstelle, ein Café, ein Händler für Landwirtschaftsbedarf, das war’s. Und ein Hotel, aber das ist geschlossen. Das Café natürlich auch, weil wir zu spät dran sind, aber das macht im Gegensatz zum Hotel am nächsten Tag wieder auf. Ein Campingplatz gibt es auch, aber weder Gäste noch Personal sind in Sicht. Eine nette Nachbarin verrät uns, dass der Besitzer bald zurück ist. Hier weiß bestimmt jeder von jedem jedes … Okay, wir warten, wir haben ja eh nichts vor. Nach einer gefühlten Ewigkeit taucht er wirklich auf, der Besitzer des Campingplatzes samt seinem Sohn. Nachdem wir unsere Nationalität verraten haben berichtet dieser auch sogleich von seiner deutschen Freundin. Details hierzu hat er uns auch verraten, wir haben auch freundlich genickt, aber nur jedes zehnte Wort verstanden. Schlimmer Akzent, es bleibt zu hoffen, dass sie ihn besser versteht, oder zumindest beide gerne angeln. Wir bleiben die einzigen Gäste, womit wir aber kein Problem haben. Wir freuen uns auf den nächsten Tag, denn da soll es die Motu Road runter zur Küste gehen. Die Bezeichnung Road ist dabei aber mächtig übertrieben, denn es ist nur zu Anfang eine Strasse. Erst asphaltiert, dann befestigt, dann ein Trail. Diesen Trail haben die Maoris früher benutzt, um zum Meer zu gelangen. Auf dem Weg dorthin machen wir noch einen kurzen Stop, der Zufall will es so. Wir halten an einem Café, zeitgleich mit einem Bus voller ‚Golden Ager‘. Das Altersheim macht den Ausflug aber nicht nur, um Kaffee zu trinken. Die Betreiberin des Cafés kümmert sich nämlich noch ’nebenbei‘ um einige Wekas, für die hinter dem Haus eigens ein Areal angelegt wurde. Die Wekas sind eine flugunfähige Vogelart, die vom Aussterben bedroht ist, und nun dürfen wir zusammen mit der Busbesatzung einen interessanten Vortrag über ebensolche lauschen.

Nach anderthalb Stunden fahren wir dann weiter, hier die Impressionen des Tages:

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Es ist bereits dunkel, als wir in Opotiki ankommen. Zum Glück hat noch eine der örtlichen Imbissbuden auf, denn uns ist nicht mehr nach Kochen. Mit Fish ’n Chips geht es zum Campingplatz, essen, Zelt aufbauen, schlafen …

 

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Napier

Irgendwie haben wir auf der Reise Interesse an der Architektur des Art Déco bekommen, und da hat Neuseeland, kaum zu glauben, einen besonderen Leckerbissen zu bieten: Napier. Der Grund dafür ist allerdings tragisch. 1931 ereignete sich in Napier ein ziemlich heftiges Erdbeben, durch 2 Minuten Beben und das anschließende Großfeuer wurde die Stadt völlig zerstört. Die Stadtväter entschieden sich, die Stadt nicht wieder im alten Stil aufzubauen, sondern im Stil der Zeit. Das hatte auch pragmatische Gründe, denn die Verwendung von Beton als preiswertes Baumaterial und der Verzicht auf aufwendige Dekoration an den Häusern senkte die Baukosten und beschleunigte die Bauzeit. Der Sage nach entstanden auch die Pastellfarben nur aus der Not heraus, da nicht genügend Farbe verfügbar war und die vorhandene mit Wasser gestreckt werden mußte. Im nachhinein sollten sich alle diese Entscheidungen als Glücksgriff herausstellen, da Napier heute als eine der am besten erhaltene Art-déco-Stadt der Welt angesehen wird. Nur in South Beach (Miami) befinden sich ähnlich viele Gebäude im Stil des Art déco.

Impressionen:

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Nach 2 Tagen in Napier machen wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Gisborne. Von dort soll es endlich wieder mit dem Rad weitergehen, hoch Richtung Norden auf die Coromandel Halbinsel.

Lake Taupo

Am nächsten Tag geht die Fahrt weiter von National Park Village zum Lake Taupo, genauer gesagt erstmal nach Turangi. Wir sind recht flott unterwegs, erstens geht es meist bergab und zweitens haben wir Rückenwind.

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Als wir an der Zufahrt zum Tongariro Crossing vorbeikommen machen wir noch einen kurzen Fotostop, leider ist der Schicksalsberg mittlerweile durch Wolken verhüllt.

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Katha hat leider keinen guten Tag erwischt und wird während der Fahrt von zwei Bienen an Hand und Arm gestochen, F**k!

Angekommen in Turangi suchen wir nach einem netten Cafe. Leider stellen die netten Damen vom Cadillac Cafe, stillecht im 50’s Outfit gekleidet, gerade die Stühle auf die Tische. Ist ja auch schon halb vier Nachmittags …

Wir finden ein anderes Cafe, nicht so nett, aber es gibt Cappuccino. Danach fahren wir zum Campingplatz, schlagen unser Zelt auf, und verbringen einen schönen Nachmittag mit einem netten älteren amerikanischen Ehepaar. Abends gesellen sich noch eine Französin und ein Engländer dazu, die sich unterwegs kennengelernt haben und auch mit dem Rad unterwegs sind.

Am nächsten Tag geht es weiter nach Taupo, meist am See entlang. Das hört sich sehr idyllisch an, ist es aber nicht. Wir befahren den State Highway No. 1, auf dem ein Truck nach dem anderen an uns vorbeirollt. Kurz vor Taupo können wir den Highway verlassen und auf Radwegen am See entlangrollen. Taupo selbst hat sich seit meinem letzten Besuch in 2003 sehr verändert, zumindest hatte ich es kleiner und weniger touristisch in Erinnerung. In der Apotheke besorgen wir ein Antihistaminikum für Katha, da Hand und Arm mittlerweile stark angeschwollen sind und Katha starke Schmerzen hat. Dann geht es weiter Richtung Campingplatz, der etwas außerhalb liegt. Viel passiert an diesem Tag nicht mehr …

Wir entschließen uns zur Weiterfahrt mit dem Bus. Erstens haben wir keine Lust, den Highway nach Napier zu nehmen, zweitens wird die Zeit langsam knapp. Im Nachhinein hätten wir die Route anders gewählt, d.h. den Lake Taupo und die Huka Falls ausgelassen und wären vom Tongariro direkt über den Gentle Annie cycle trail nach Napier geradelt. Hätte, hätte, …

Huka Falls? Die schauen wir uns schon noch an, bevor es zur Busstation geht:

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Tongariro Alpine Crossing

Wir radeln von Taumarunui nach National Park Village. Der Weg führt über die Bundesstraße, die recht viel befahren ist, aber zum Glück einen breiten Seitenstreifen hat. Es geht die kganze Zeit bergauf, nicht steil, aber stetig. Von 158 m gehts es hoch auf 816 m verteilt auf knapp 40 km. Da wir früh loskommen ereichen wir National Park Village, unser Etappenziel, gegen Mittag. Wir bauen unser Zelt auf der Wiese vor dem Hostel auf und buchen für den nächsten Tag den Bustransfer zum Tongariro National Park. Wir haben Glück, denn am Ankunftstag war der Nationalpark aufgrund starker Winde geschlossen, für den nächsten Tag scheint sich das Wetter zu beruhigen. Schon krass, dass es im Park so windet, während wir im 20 Autominuten entfernten Hostel nichts davon mitbekommen.

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Blick vom Hostel auf den Schicksalsberg

Das Hostel ist voller Leute, die jetzt eigentlich lieber im Nationalpark wären. Wir lernen ein nettes Pärchen aus Israel auf Hochzeitsreise kennen, und Christopher aus Jena. Christopher teilt mit mir nicht nur den gleichen Nachnahmen, sondern auch die Liebe für den gleichen Fußballclub, wie unschwer an dem Trikot zu erkennen ist, das er trägt. Am nächsten Morgen geht es in der Frühe mit dem Bus in den Nationalpark. Es ist voll, da fast jeder Tourist, der Neuseeland besucht, dass Tongariro Alpine Crossing macht. Trotz der Menschnmassen ist diese Tageswanderung rund um den Mount Doom, den Schicksalsberg aus ‚Herr der Ringe‘, ein Muss. Wir nehmen Abstand davon, den Mount Ngauruhoe, so der eigentliche Name, zu ‚besteigen‘.

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2003 bin ich mit Stefan hoch, dies ist mir immer noch in bleibender Erinnerung geblieben. Auf loser Lava geht es 2 Schritte hoch, wovon man sogleich einen wieder herunterrutscht. Dabei füllen sich die Schuhe stetig mit Gestein, während die Sonne gnadenlos auf einen herunterbrennt. Ein einschneidendes Erlebnis, das keiner Wiederholung bedarf, insbesondere nicht mit flachen Schuhen und ohne Gamaschen. Hier ein paar Bilder, die nur die halbe Wahrheit erzählen, da sie die Menschenmassen verschweigen …

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Nach beschwerlichem Abstieg, es ging 2 Stunden schnellen Schrittes bergab, bekommen wir so gerade eben noch den frühen Bus zurück nach National Park Village. Das der Tag für Katha, Christopher und mich bei reichlich Nahrungs- und Bierzufuhr endete muß ich wohl nicht erwähnen …

 

Forgotten World Highway

Wir verlassen Wellington. Nicht auf eigener Achse, sondern mit dem Bus. Wir möchten uns den vielen Verkehr ersparen, der auf der Ausfallstraße herrscht. Busfahren mit einem Rad im Gepäck ist in Neuseeland so eine Sache. Man muß auf den hochfrequentierten Routen das Busticket im Vorfeld kaufen, ob der Fahrer einen dann aber mit dem Rad mitnimmt, obliegt ihm. Wir haben Glück und dürfen mit. Damit sich das ganze auch lohnt fahren wir gleich bis zum westlichen Zipfel der Nordinsel, nach New Plymouth.

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Wir bleiben eine Nacht auf dem Campingplatz direkt am Meer.

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Camping in New Plymouth

Am nächsten Tag steigen wir mal wieder auf’s Rad, das wurde auch langsam Zeit. Wir fahren den wirklich schönen Radweg am Meer entlang Richtung Ost-Nord-Ost.

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Steine, Fluss, Meer
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Waiwhakaiho River und Te Rewa Rewa Bridge
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Winner of an international award in 2011. The footbridge, not me!
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Te Rewa Rewa Bridge Detail
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Ohne Wolken sähe man den Mt. Taranaki, wenn man ‚durch‘ die Brücke guckt. Sagt Wikipedia …

Dann biegen wir ab nach Lepperton, um auf die schmale Strasse nach Purangi zu gelangen. Erst ist es noch etwas urban, doch dann wird es immer ländlicher.

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Waschstrasse
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Schwein mal anders

Da es keinen Abzweig gibt, radeln wir eine längere Zeit die kleine Strasse entlang. Irgendwann kommen wir an eine Kreuzung, an der endlich ein paar Hinweisschilder stehen. Leider sagen uns die Orte darauf gar nichts, vielleicht wäre es günstig, doch mal das Navi einzuschalten? Shit! Wir haben die falsche Strasse erwischt, sind etwas zu weit südlich unterwegs. Aber das sollte sich ja irgendwie korrigieren lassen. Denkste, es gibt keine einzige Querverbindung zur eigentlichen Route, die nicht einen gehörigen Umweg bedeuten würde. Die Zeit ist schon recht fortgeschritten, Whangamomona, unser geplantes Etappenziel, in weite Ferne gerückt und wohl nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Purangi wäre erreichbar, besteht aber nur aus 3 Häusern. Und wie sähen dann die nächsten Tage aus? Von Purangi nach Whangamomona sind es nur etwas über 30km, aber von dort aus sind es weitere 100 km bis zum nächsten Ort. Macht alles irgendwie keinen Sinn. Hilft nichts, wir müssen den Rückzug antreten. Da zurück nach New Plymouth auch irgendwie blöd ist entscheiden wir uns für Waitara, ein Ort etwas weiter östlich an der Küste.

Karte nach Waitara

Diese Variante hat zudem den Vorteil, dass wir keine Strecke doppelt fahren müssen. Außerdem wäre man früh genug da, um sich um notwendiges Übel zu kümmern: Wäsche waschen.

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Waschnachmittag
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Camping skurril
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Wow!
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Eingezäunt

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Sunset somewhere

Nächster Tag, nächster Versuch. Wir wollen über die Tarata Road und die Junction Road zum State Highway 43, dem ‚Forgotten World Highway‘. Mit dem, was man sich normalerweise unter einem Highway vorstellt, hat diese schmale Straße allerdings nichts zu tun. So gibt es zum Beispiel einen Tunnel, der nur einspurig durchlass gewährt. Und ein Teilstück des ‚Highways‘ ist noch nicht einmal asphaltiert. Ich weiß nicht, auf wie viele Fahrzeuge wir auf dem SH43 getroffen sind, aber viele waren es nicht.

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Ziegenhütte mit Briefkasten

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Picknick
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Pause mit Aussicht
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Forgotten World, but Highway?
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Bitte nicht spucken!
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Gegend

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Eine letzte Kehre noch …

… und wir erreichen die Staatsgrenze nach Whangamomona. Staatsgrenze? Whanga…was?

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Katha schon drüben
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Marc noch nicht

Whangamomona ist ein kleines Kaff, das aus Protest zur Verwaltungsreform der Regierung, in der die Gemeinde je zur Hälfte zwei unterschiedlichen Verwaltungsregionen zugeordnet wurde, 1989 seine Unabhängigkeit ausrief, sich zur Republik erklärte und dies seitdem alle zwei Jahre mit einem Volksfest zelebriert.

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Wir trinken ein schnelles Pint (oder waren es 2?) vor dem Hotel, das eigentlich eher einem Pub gleicht, und fahren dann die letzten 500m zum Campingplatz. Dort ist eine Party im Gange, den Anlass erfahren wir leider nicht, da der Campingplatzbesitzer etwas mitgefeiert hat und wir ihn nicht mehr so gut verstehen können. Hatten wir eigentlich noch Wein dabei? Wahrscheinlich, denn an den Rest des Abends kann ich mich nicht mehr erinnern.

Der nächste Morgen …

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‚Campingplatz‘
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Oldschool- Camping- Gym
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Badewanne mit Ausblick
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Main Avenue
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Hipster am Arsch der Welt …
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… zitiert Marianne Williamson
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Und weiter geht’s …
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durch viel Gegend …
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und noch mehr Gegend …

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und viel bergauf …

Ja, es ging viel hoch und runter an diesem zweiten und letzten Tag auf dem ‚Forgotten World Highway‘, da waren wirklich ein paar schöne Rampen dabei …

Hoehenprofil

Irgendwann haben wir es dann endlich geschafft und sind in Taumarunui. Wir halten direkt am Supermarkt, kaufen Kekse, Kuchen und anderes süßes Zeugs und schlagen uns den Magen voll. Weitere Leckereien hat das Kühlregal auch noch im Angebot, aber da waren wir leider schon satt.

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What the Fuck II
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Ist Bruno jetzt der Hund auf oder das Zeug in der Verpackung? Oder beides? Who knows …

Weitere Bilder vom Ort haben wir anscheinend nicht gemacht, muß wohl fürchterlich gewesen sein. Keine Ahnung. Aber ein Bild von unseren asiatischen Zeltnachbarn konnte ich mir dann wohl doch nicht verkneifen, wie ich jetzt mit einem kleinen, aber wirklich nur sehr kleinen Schmunzeln feststellen mußte, wofür ich mich dann aber natürlich sofort mit einer gehörigen Portion Selbstverachtung bestraft habe.

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Asiatische Zeltkunst in Taumarunui

Das ich danach nicht mehr in der Lage war, weiterzuschreiben, dürfte wohl jedem klar sein …

Wellington

Offizielle Bezeichnung: Wellington City, auf Māori Te Whanga-nui-a-Tara, ist die Hauptstadt von Neuseeland und stellt zusammen mit den angrenzenden Städten Lower Hutt, Upper Hutt und Porirua, nach Auckland der zweitgrößte Ballungsraum des Landes dar. Die Stadt wurde nach Arthur Wellesley, 1. Duke of Wellington, benannt. Die Māori-Bezeichnung Te Whanganui-a-Tara bezieht sich auf den angrenzenden Wellington Harbour und bedeutet übersetzt „Der große Hafen des Tara“. Aufgrund seiner Lage – Wellington liegt exponiert an der Südspitze der Nordinsel – bietet die Stadt Angriffsfläche für starke Windströmungen und auch Fallwinde, daher der Spitzname „Windy City“. Die Stadt verfügt über eine reine Landfläche von 290 km² und zählt knapp 200.000 Einwohner.

Wellington New Zealand (Panorama View)
Wellington New Zealand (Panorama View), Foto von Ulrich Lange, Bochum, Germany

Wir kommen am späten Nachmittag mit der Fähre an und radeln vom Fähranleger zur Innenstadt. Nach 2 Monaten sind wir das erste mal wieder in einer richtigen Stadt, mit allen positiven und negativen Begleiterscheinungen. Wir buchen die günstigste Übernachtungsmöglichkeit:

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Camping hinter dem Hostel

Nicht schön, aber relativ zentral gelegen und völlig ausreichend für ein paar Tage in der City. Wir machen all das, was in der letzten Zeit zu kurz gekommen ist: Besuch im Pub, Bummel durch die Läden, entspannen bei Cappuccino und Kuchen, etc. Auch ein Besuch im ‚Te Papa Tongarewa‘, dem Nationalmuseum, hat natürlich nicht gefehlt. Insgesamt schön, mal wieder in der Stadt zu sein, aber nach 2 Tagen und 3 Nächten auch nicht schlimm, sie wieder zu verlassen. Das machen wir mit dem Bus, da es nur eine Hauuptverkehrsader in die Stadt- und wieder heraus gibt, und das wollen wir uns nicht antun. Kleine Anekdote am Rande, so erlebt in der i-Site, der Touristeninformation. Hier kann man sich über die Stadt informieren, Unterkünfte buchen, usw. Auch Bustickets kann man hier kaufen, dies ist der Grund für unseren Besuch. Wir ziehen eine Nummer und setzen uns in die Nähe eines Prospektständers, um zu warten, bis wir an der Reihe sind. Es erscheinen zwei junge Frauen um die 20 und schauen sich die Prospekte an, dann sagt die eine auf Deutsch zur anderen: „Mensch, ich kann es mir einfach nicht merken, sind wir jetzt auf der Südinsel oder auf der Nordinsel?“ Wir wußten nicht, ob wir lachen oder weinen sollten …

Hier eine kleine Auswahl der wenigen Bilder, die wir gemacht haben:

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Geschafft!
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Was auch immer … Kunst!
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Nickerchen im Kunstwerk
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Am Hafen
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Am Hafen II
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Einfach mal das Kind auf den Pott setzen …
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Leider zu spät …
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Cuba Street
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Brüder im Geiste …
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Der Besuch war bitter nötig!
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What the fuck …?
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Auf dem Weg zum Busbahnhof, endlich Sonne!

Vom Abel Tasman zur Fähre nach Picton

Es wird Zeit. Es wird Zeit, dass wir uns auf den Weg machen. Es ist schon fast Ende Februar. Es wird Zeit, dass wir uns auf den Weg zur Fähre machen, um auf die Nordinsel überzusetzen. Wir verlassen unser Camp in Keiteriteri und fahren nach Richtung Nelson. Da wir keine Lust auf die vielbefahrene Bundesstraße haben suchen wir uns die schönste Route heraus, wir fahren einen Teil des ‚Tasman’s Great Taste Trail‘ und übernachten auf einem Campingplatz kurz vor Nelson.

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Wrack
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Great Taste Trail
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Great Taste Trail
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Warten auf die Mapua Ferry
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Brücke auf der Haseninsel
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Blick Richtung Nelson
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Hilleberg Kaitum 2GT vor Kaitum 3GT
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Ivar, mit Händen und Füßen …
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Abel Tasman Bay
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Ebbe an der Tasman Bay
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Sonnenuntergang über der Tasman Bay

 

Am nächsten Morgen machen wir Halt in Nelson, Frühstücken in einem Café und erledigen ein paar Einkäufe.

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Christ Church in Nelson
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Nelson
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Spass haben verboten!
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Grove Station in Nelson

 

Dann geht es weiter nach Havelock. Wir entscheiden uns für die längere Route über den State Highway 6, da wir nicht wissen, ob der Maungatapu Track mit unseren Rädern fahrbar ist. Außerdem scheuen wir uns vor dem Anstieg, der im schwierigsten Teil auf einer Strecke von 3,7 km von 200 m ASL (metres above sea level) auf knapp 800 m ASL ansteigt, was durchschnittlich 14% Steigung bedeutet. Auf dem State Highway ist die Steigung viel moderater, allerdings wird die Strecke von vielen schweren Trucks befahren, was zu unbehagen führt. Die Krönung des Tages ist allerdings ein Idiot in einem BMW M3, der uns mit quitschenden Reifen entgegenkommt, wobei er die gesamte Fahrbahnbreite samt Seitenstreifen ‚ausnutzt‘. Wären wir an der Stelle, an der er uns passiert hat, in entgegengesetzter Richtung unterwegs gewesen, säße ich jetzt nicht mehr hier und würde schreiben. Traurig, über 20.000 km von der Heimat entfernt, aber die gleichen Hohlbirnen.

Nach Ankunft in Havelock und Einkauf im örtlichen Supermarkt verbringen wir einen schönen und bierseeligen Abend mit unseren holländischen Freunden.

Am nächsten Morgen starten wir recht früh, denn wir haben für den Nachmittag die Fähre von Picton nach Wellington gebucht und wollen kein Risiko eingehen. Wir wählen die kurze Route über den Queen Charlotte Drive, was ich als sehr gute Entscheidung herausstellt: wenig Verkehr und traumhafte Aussichten über die kleinen Buchten!

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Irgendwo in der Nähe von Havelock

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Garage mal anders
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Eine der vielen Buchten am Queen Charlotte Drive
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Oberhalb der Momorangi Bay
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Runder Geburtstag
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Sieht unecht aus, ist es aber nicht …
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Holzverladung an der Shakespear Bay
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Picton
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Hafen in Picton
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Wir lassen die Südinsel hinter uns
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Tschüss Südinsel
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Auf der Fähre nach Wellington
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Heute leider kein Wetter

Wie die Reise weiter geht, davon handelt die nächste Geschichte …